The simple life
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So...
Es ist Zeit, mein Kopfkino mal zu Papier bzw. zu Monitor zu bringen...
Ich habe gestern den ein oder anderen Denkanstoss gehabt und bin heute morgen mit einem neuen Bewusstsein aufgewacht...

Das alles zu erkl?ren, bedarf einer Vorgeschichte, die nicht wirklich leicht zu schreiben ist, und die auch nicht gerade kurz ist.
Ich muss beginnen im Jahr 1993...

Im Oktober diesen Jahres traf ich meine erste grosse Liebe - Marcus
Der Zufall brachte uns zusammen, und ich dachte mir gleich "Wow, der ist es". Offensichtlich ging es ihm ?hnlich, und wir waren von da an zusammen. Nichts war leicht in dieser Zeit, aber wir liebten uns abg?ttisch - und das auch ziemlich oft. Er hat mein Leben gepr?gt wie kein anderer, und er war bis dahin der erste Mann, zu dem ich aufschauen konnte. Leider gab es bisher auch niemanden, der ihm in dieser Hinsicht das Wasser reichen konnte. Das ist wohl auch mein Dilemma.

Unsere ganze Beziehungsgeschichte hier aufzuf?hren, w?re wohl ?bertrieben und w?rde auch den Sinn nicht erzielen, den ich mit dieser Aktion verfolge.

Ich wurde schwanger von ihm, und erstmal war alles gut mit dieser Tatsache. Er trug mich auf H?nden, und ich dachte, wir w?ren gl?cklich. Aber irgendwann kam sein realistischer Gedankengang, und er teilte mir mit, dass es nicht gut gehen kann mit uns beiden und einem Baby. Wir k?nnten diesem Kind nichts bieten, und es w?re besser f?r das Baby, wenn wir ihm eine breitere Perspektive erm?glichen w?rden.
Klartext: Wir lassen das Kind adoptieren....
BAMMMMM
Damit war erstmal alles vorbei bei mir. Er erkl?rte mir sehr ausf?hrlich alle Vor- und Nachteile dieser Aktion. Aber den Seelenschmerz und den Bruch unserer Liebe sagte er mir nicht voraus.
Ich glaubte ihm alles, was er mir sagte, und wir gingen zum Jugendamt, um alle "Formalit?ten" zu kl?ren.
Beim ersten Termin habe ich fluchtartig dieses B?ro verlassen, in dem entschieden wurde, mir mein Kind weg zu nehmen.
Doch Marcus kl?rte auch diesen "Ausrutscher" ganz schnell und vereinbarte einen neuen Termin.
Ich ging wieder mit ihm hin und h?rte damals nicht auf meine Seele, die mir eigentlich unmissverst?ndlich klar machte, dass das der falsche Weg ist. Ich h?rte auf Marcus, den ich so sehr liebte.
Alles war unter Dach und Fach... Die Schwangerschaft ging ihrem Ende entgegen. Ich hatte mich mit dem Gedanken abgefunden, alles einfach nur noch hinter mich zu bringen, und dass alles 100%ig richtig sei, was ich tue...
Am 07.09.1994 kam Laura zur Welt, und ich habe sie nicht einmal gesehen... Es ist nicht so, als h?tte Marcus nicht gelitten, aber er dachte wohl auch, es sei das einzig Wahre, was wir da tun...
Wir versuchten krampfhaft, wieder ein normales Leben zu f?hren, was aber verst?ndlicherweise niemandem gelang.
Irgendwann kam der Tag, an dem ich beim Notar unterschreiben musste, dass ich jegliche Rechte & Pflichten ablege und Laura den bisherigen Pflegeeltern ?berlasse.
Es ging nur noch bergab. Ich war launisch, gereizt, und so ein Marcus konnte tun, was er wollte, doch es gab kein Zur?ck mehr. Als er mir kurz darauf auch noch sagte, dass es evtl. besser gewesen w?re, Laura selbst gross zu ziehen und seine Mum sich auch noch daf?r angeboten h?tte, war das das Ende der Beziehung.
Wir trennten uns ziemlich schnell, und er zog aus. So ganz haben wir da noch nicht voneinander gelassen, aber es floss langsam dem endg?ltigen Ende entgegen.
Ich bekam einmal einen Brief von Laura?s Adoptiveltern, in dem stand,, wie es ihr geht, was sie macht, und wie sie ist...
Das war das erste und letzte Mal, dass ich etwas von ihr h?rte.
Und das, obwohl uns das JA zusicherte, j?hrlich einen Brief und ein Foto zu bekommen... War wohl nichts...
Ich war nicht in der Lage, mich mit diesen B?rokraten auseinanderzusetzen, aber Marcus tat es immer wieder - leider ziemlich erfolglos...
Wir trafen uns einmal im Jahr... Redeten ?ber das Leben, ?ber unser Leben, unsere Verbundenheit und unsere Zukunft, die allein schon wegen Laura bereits geschrieben war.
Marcus sp?rte mich immer wieder auf, egal wo ich wohnte, wo ich war, was ich machte...
So auch im M?rz 2003.
Ich wohnte nicht mehr in meiner Heimatstadt, war aber im Begriff, genau dort wieder hin zu gehen, als sein Anruf kam und wir uns wie immer im selben Caf? verabredeten.
Wir tranken Kaffee und redeten wie immer...
Alles war okay... Wir stellten uns die Frage, was wohl w?re, wenn Laura eines Tages bei einem von uns vor der T?r stehen w?rde, und f?r uns beide war klar, dass wir das zusammen durchstehen.
Das machte mich gl?cklich...
Er erz?hlte, er w?rde jetzt auf Gran Canaria wohnen, dort in einer Discothek arbeiten und gl?cklich sein.
Okay, wenn es ihm gut geht, geht es mir auch gut... Schliesslich habe ich ihn mal geliebt. Oder tat ich es noch immer?
Erneut verliessen wir das Caf? mit den Worten "Auf bald, und wir telefonieren"
Aber daraus wurde ncihts mehr...
Ich zog wieder "back to the roots" und dachte erstmal gar nicht ?ber Marcus nach, bis ich ihn traf....
Er tingelte mit einem kleinen M?dchen durch den Ortsteil, in den ich gerade gezogen war. Leicht verwundert schauten wir uns an... Er fragte, was ich hier mache, und als ich ihm sagte, dass ich jetzt hier wohne, sah ich, wie ihm schlecht wurde.... Es kam kein Wort mehr, und er ging... Mit ihm ging ein Teil meines Lebens, der immer da war, auch wenn Marcus nicht da war....
Ich ging nach Hause, mein Nachbar fragte mich, welchen Geist ich gesehen h?tte. Ich zeigte ihm ein Foto und erz?hlte ihm, dass meine letzte Info Gran Canaria sei, worauf mein Nachbar mir erkl?rte, dass dieser Mensch auf dem Foto schon ewig und 3 Tage um die Ecke wohnen w?rde... Mit einer Frau, die 2 Kinder hat, und dass die beiden wohl sehr gl?cklich seien.
Nicht die Tatsache, dass er eine langj?hrige Freundin hat und mit ihr gl?cklich ist, schockierte mich... Eher das Wissen, dass er mich belogen hat... Wieso?
Von da an sprach er nicht mehr mit mir, ging mir bewusst aus dem Weg... Warum?
Was nun?
Alles war weg... Das Vetrauen... Die Gewissheit, dass wir alles gemeinsam kl?ren... Einfach alles...
Und jetzt?
Laura ist im letzten Monat 10 geworden. Sie weiss, sie ist adoptiert. Ihr Selbstbewusstsein ist ein Gutes, und wer weiss, ob sie warten will, bis sie 18 ist, um zu erfahren, woher sie kommt?!
Dann stehe ich da und weiss nicht mehr, ob Marcus noch zu seinem Wort steht.
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich ihn traf, war er zwar weit weg, aber ich wusste, sein Wort z?hlt... Und nun ist er mir n?her als die letzten Jahre, und er war noch nie so weit entfernt.
Gestern hatte ich diese ganzen Gedanken, und mein Bewusstsein hat sich ge?ndert. Jedoch kann ich damit noch nicht umgehen. Ich muss lernen, das zu tun...
Aber ich muss auch den Weg zu Marcus suchen.
Nur wie? Warum tut er das, was er tut? Hat er Angst, ich k?nnte sein jetziges Leben durcheinander bringen? W?rde er ?berhaupt noch einmal mit mir reden? Gibt er mir die Chance, mit ihm insoweit abzuschliessen, dass er nicht mehr mein Liebesleben beeinflusst, ohne ?berhaupt da zu sein?
1000 Fragen, auf die ich noch keine Antwort habe... Aber ich suche sie... Und ich werde sie finden....

Danke Nicole )


Auf bald in diesem Medium

Jule


17.10.04 18:20


Willkommen in meinem Weblog!
17.10.04 17:27





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